Drug Safety Mail 2009-054 vom 19.02.2009

Der Hersteller des Schleimhaut- und Hautantiseptikums Octenisept® warnt in einem Rote-Hand-Brief vor Ödemen und Gewebeschädigungen, die bei nicht bestimmungsgemäßer Anwendung im Rahmen der Erstversorgung von Stichverletzungen im Handbereich gemeldet wurden. Durch Einbringen von Octenisept® unter Druck in den Stichkanal und fehlendem Abfluss wurden die unerwünschten Wirkungen durch verbliebene Präparatemengen im Gewebe ausgelöst. Octenisept® darf nicht unter Druck ins Gewebe eingebracht werden und bei Spülungen von Wundkavitäten muss ein Abfluss gewährleistet sein. Vor einem Jahr wurde zu diesem Problem bereits ein Rote-Hand-Brief versendet. Da erneut ähnliche Fälle gemeldet wurden, geht diese Sicherheitsinformation aktuell an einen erweiterten Empfängerkreis.

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit. Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.


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