Drug Safety Mail 2009-061 vom 30.03.2009

Das Zytostatikum Mitoxantron ist seit 2002 außer für onkologische Indikationen auch zur Behandlung der sekundär progredienten oder progressiv-schubförmigen multiplen Sklerose (MS) zugelassen, wenn bestimmte Kriterien zur Krankheitsaktivität erfüllt sind und eine immunmodulatorische Therapie versagt hat oder nicht vertragen wurde. Der AkdÄ wurde der Fall eines 35-jährigen Patienten gemeldet, der wegen einer MS ab März 2006 alle drei Monate einen Zyklus Mitoxantron erhielt. Bei einer routinemäßigen Blutbildkontrolle vor geplanter Verabreichung des 12. Zyklus zeigte sich eine Leukozytopenie von 1100/µl. Im Differenzialblutbild fanden sich zwei Prozent undifferenzierte Blasten.

In dem Beitrag wird auch auf die dosisabhängige Kardiotoxizität hingewiesen. Bei Einleitung einer Therapie sowie im gesamten Therapieverlauf sind daher regelmäßige Untersuchungen zur Überwachung der Herzfunktion (z. B. Echokardiografien) erforderlich.

Lesen Sie den kompletten Beitrag: http://www.akdae.de/20/20/Archiv/2009/20090327.html

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit. Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.


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