Drug Safety Mail 2010-092 vom 26.03.2010

Temozolomid-induzierte Alveolitis

Temozolomid (z. B. Temodal®) ist ein alkylierendes Zytostatikum und zugelassen für die Behandlung von Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme, zunächst begleitend zur Radiotherapie und anschließend als Monotherapie in adjuvanten Zyklen, sowie bei einem malignen Gliom, das nach Standardtherapie rezidivierte oder progredient war.

Der AkdÄ wurde der Fall einer 64-jährigen Patientin gemeldet, die wegen eines rezidivierten Oligoastrozytoms mit Temozolomid behandelt wurde. Nach Einnahme über etwa drei Monate zeigte sich in CT-Aufnahmen der Lunge eine basal betonte Alveolitis. In den Fachinformationen von Temozolomid sind Alveolitiden oder Pneumonitiden zwar bislang nicht als unerwünschte Arzneimittelwirkungen aufgeführt, jedoch finden sich in der Literatur drei Fallberichte von Pneumonitiden im Zusammenhang mit Temozolomid und auch in der Datenbank des deutschen Spontanmeldesystems sind weitere Verdachtsfälle erfasst.

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit. Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.


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