Drug Safety Mail 2010-097 vom 28.04.2010

Informationsbrief für medizinisches Fachpersonal über die unsachgemäße Anwendung und Medikationsfehler in Verbindung mit Exelon®/Prometax® transdermalen Pflastern

Rivastigmin ist ein Hemmstoff der Cholinesterase und zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz zugelassen. Der Wirkstoff steht auch in einer transdermalen Applikationsform zur Verfügung, die gegenüber der oralen Darreichungsform in Studien bei gleicher Wirksamkeit hinsichtlich unerwünschter gastrointestinaler Wirkungen wie Übelkeit, Erbrechen besser verträglich war (1).

Der Hersteller informiert jetzt über Fälle von Medikationsfehlern und unsachgemäßer Anwendung von Rivastigmin-haltigen transdermalen Pflastern, die zum Teil zu Überdosierungen geführt haben. Symptome einer Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Hypertonie und Halluzinationen. Die häufigsten Ursachen waren, dass Pflaster nicht entfernt und mehrere Pflaster gleichzeitig angewendet wurden. In dem Informationsbrief werden Hinweise zur sachgemäßen Anwendung des transdermalen Pflasters gegeben.

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit. Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.

Literatur
  1. Kassenärztliche Bundesvereinigung, Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Rivastigmin (Exelon® transdermales Pflaster). Dtsch Arztebl 2009; 107: Wirkstoff AKTUELL 4/2010.

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