Drug Safety Mail 2012-196

27.02.2012 – Rote-Hand-Brief zu Aliskiren-haltigen Arzneimitteln

Das Antihypertensivum Aliskiren hemmt das Enzym Renin, wodurch die Umwandlung von Angiotensinogen in Angiotensin I blockiert wird. Im Januar 2012 haben wir in der Drug Safety Mail 2012-192 über einen Rote-Hand-Brief zu Sicherheitsbedenken aufgrund einer Zwischenauswertung der ALTITUDE-Studie informiert.

Der Hersteller macht nun in einem aktuellen Rote-Hand-Brief auf neue Empfehlungen zur Verschreibung von Aliskiren-haltigen Arzneimitteln aufmerksam, die sich aus einer weiteren Überprüfung der Daten aus der ALTITUDE-Studie ergeben haben:

  • Aliskiren-haltige Arzneimittel sind in Kombination mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARB) kontraindiziert bei Patienten mit Diabetes mellitus (Typ I oder Typ II) oder Nierenfunktionsstörung (GFR < 60 ml/min/1,73 m²).
  • Für alle anderen Patienten wird die Anwendung von Aliskiren-haltigen Arzneimitteln in Kombination mit ACE-Hemmern oder ARB nicht empfohlen.

Im Rote-Hand-Brief werden daher nähere Hinweise zu Routinekontrollen gegeben, die für alle Patienten empfohlen werden, die Aliskiren-haltige Arzneimittel einnehmen.

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit. Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.