Drug Safety Mail 2012-209

29.05.2012 – Rote-Hand-Brief zum Rückruf aller noch haltbaren Chargen des Adrenalin-Autoinjektors Anapen® (Anapen® 300 µg / Anapen® Junior 150 µg)

Der Autoinjektor Anapen® (Wirkstoff: Adrenalin) ist zugelassen zur Notfallbehandlung von akuten allergischen Reaktionen (Anaphylaxie), verursacht durch Nahrungsmittel, Arzneimittel, Insektenbisse oder -stiche und andere Allergene sowie belastungsinduzierte oder idiopathische Anaphylaxie. Er ist für die sofortige Selbstverabreichung ausschließlich bei Personen mit erhöhtem Anaphylaxierisiko bestimmt.

Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über ein mögliches Risiko der Nichtabgabe von Adrenalinlösung bei der Anwendung von Anapen® und ruft als Vorsichtsmaßnahme alle noch haltbaren Chargen bis auf Patientenebene zurück. Bestätigte Meldungen von Patienten oder Fachpersonal über aufgetretene Probleme liegen bisher nicht vor.

Patienten, die im Besitz eines noch haltbaren Autoinjektors sind, müssen informiert und auf das mögliche Risiko hingewiesen werden; ein Wechsel auf ein alternatives Produkt ist abzuwägen.

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit. Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.