Drug Safety Mail 2012-234

11.12.2012 – Rote-Hand-Brief zu Revlimid® (Lenalidomid): Risiko des Auftretens von Lebererkrankungen

Lenalidomid ist in Kombination mit Dexamethason indiziert für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben.

Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über Fälle von schweren Leberschäden (Hepatitis, akute Leberinsuffizienz), die bei Patienten unter Behandlung mit Lenalidomid in Kombination mit Dexamethason berichtet wurden, darunter Fälle mit tödlichem Verlauf.

Da Lenalidomid über die Nieren ausgeschieden wird, muss bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion die Dosis angepasst werden. Hohe Plasmaspiegel können das Risiko für schwerwiegende hämatologische Nebenwirkungen oder Hepatotoxizität erhöhen. Empfohlen wird eine Überwachung der Leberfunktion, insbesondere bei gleichzeitig bestehenden oder in der Vorgeschichte vorkommenden viralen Leberinfektionen oder wenn Lenalidomid in Kombination mit Medikamenten verabreicht wird, die mit Leberfunktionsstörungen assoziiert sind.

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit. Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.