Drug Safety Mail 2013-21

19.04.2013 – Aus der UAW-Datenbank: Sekundäres Raynaud-Syndrom nach Behandlung mit Interferon beta

Interferon beta (IFN beta) wird seit Mitte der Neunzigerjahre zur Behandlung der multiplen Sklerose (MS) eingesetzt. Fallberichte aus dem Spontanmeldesystem und der Literatur legen den Verdacht nahe, dass die Behandlung mit IFN beta in sehr seltenen Fällen zur Auslösung eines Raynaud-Syndroms führen kann. Wie die digitale Mikroangiopathie entsteht, ist unbekannt. Wenn Patienten entsprechende Symptome schildern, sollte diese Ursache erwogen und ggf. eine entsprechende Diagnostik eingeleitet werden. Ob bei Bestätigung eines Raynaud-Syndroms die Behandlung mit IFN beta beendet wird, kann nur im Einzelfall entschieden werden.

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit. Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.