Drug Safety Mail 2013-52

11.09.2013 – Rote-Hand-Brief zu Lariam® (Mefloquin): Neue Kontraindikationen sowie Risiko für neuropsychiatrische und andere schwerwiegende Nebenwirkungen

Mefloquin ist zugelassen zur Behandlung und Vorbeugung der Malaria, insbesondere bei der gegen andere Malariamittel resistenten Plasmodium-falciparum-Malaria.

Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über folgende Risiken im Zusammenhang mit Mefloquin:

Schwarzwasserfieber in der Anamnese und schwere Leberfunktionsstörungen wurden als neue Kontraindikationen aufgenommen.

Mefloquin kann potenziell schwere neuropsychiatrische Störungen induzieren (ungewöhnliches Träumen, Insomnie, Angst, Depression, Halluzinationen, Psychose, Suizid, suizidale Gedanken und selbstgefährdendes Verhalten). Es soll zur Malaria-Chemoprophylaxe und als "Stand-by"-Notfallbehandlung nicht angewendet werden bei Patienten mit aktiven oder anamnestischen, psychiatrischen Störungen. Aufgrund der langen Halbwertszeit können Nebenwirkungen mehrere Monate nach Absetzen des Arzneimittels auftreten und mehrere Monate andauern. Bei Anzeichen neuropsychiatrischer Reaktionen soll Mefloquin umgehend abgesetzt und durch ein alternatives Arzneimittel ersetzt werden.

Die Produktinformationen werden entsprechend aktualisiert.

Für die Meldung von Verdachtsfällen finden Sie auf der Internetseite der AkdÄ einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.