Drug Safety Mail 2014-09

07.04.2014 – UAW-News International: Tocilizumab (RoActemra®) und das Auftreten von Psoriasis

Einige publizierte Fallberichte sowie Spontanmeldungen deuten darauf hin, dass es im Zusammenhang mit der Anwendung des Anti-Interleukin-6-Antikörpers Tocilizumab in seltenen Fällen zum erstmaligen Auftreten einer Psoriasis oder zur Verschlechterung einer bereits bestehenden Psoriasis kommen kann, jedoch ist ein kausaler Zusammenhang derzeit nicht gesichert. Ein Pathomechanismus für diese fragliche Nebenwirkung ist bislang nicht bekannt. Ob die Behandlung mit Tocilizumab bei Auftreten oder Verschlechterung einer Psoriasis fortgeführt werden kann, muss jeweils im Einzelfall entschieden werden. Wenn derartige Fälle beobachtet werden, sollten sie der AkdÄ gemeldet werden, z. B. über die das elektronische Meldeformular auf der Homepage (www.akdae.de).

Tocilizumab ist indiziert bei erwachsenen Patienten mit mäßiger bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis, wenn eine vorangegangene Behandlung mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs) oder Tumornekrosefaktor(TNF)-Inhibitoren nicht ausreichend wirksam war oder nicht vertragen wurde. Es soll in Kombination mit Methotrexat (MTX) angewendet werden oder als Monotherapie, falls MTX wegen Unverträglichkeit oder aus anderen Gründen unangemessen ist. Zugelassen ist Tocilizumab darüber hinaus in bestimmten Situationen bei aktiver systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (sJIA) und polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis (pJIA).

Für die Meldung von Verdachtsfällen finden Sie auf der Internetseite der AkdÄ einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.