Drug Safety Mail 2016-34

10.10.2016 – Meningoenzephalitis durch Epstein-Barr-Virus (EBV) nach Therapie mit Adalimumab

Der TNFα-Inhibitor Adalimumab wird unter anderem angewandt zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. Es bindet spezifisch an TNFα und beeinflusst durch TNFα gesteuerte Reaktionen einschließlich Konzentrationsänderungen von Adhäsionsmolekülen, die für die Leukozytenmigration verantwortlich sind. Im Zusammenhang mit einer Anti-TNFα-Behandlung besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen, einschließlich opportunistischer Infektionen und Reaktivierung latenter mykobakterieller und viraler Infektionen.

Der AkdÄ wurde ein Fall einer Meningoenzephalitis durch Epstein-Barr-Virus (EBV) im Zusammenhang mit Adalimumab gemeldet. Bei unklaren neurologischen Symptomen unter Anti-TNFα-Behandlung müssen auch seltene infektiöse Meningoenzephalitiden in die differenzialdiagnostischen Überlegungen einbezogen werden. Fälle von seltenen oder schwerwiegenden Infektionen im Zusammenhang mit einer immunsuppressiven Biologikatherapie sollten im Rahmen des Spontanmeldesystems berichtet werden.